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Berufliche Vorsorge

Sammelstiftungen - Analyse und Vergleich
Ulrich Semmler, lic.oec. HSG, Versicherungsexperte bei den Angestellten Schweiz

Die Pflicht zur Durchführung der beruflichen Vorsorge gehört zum Aufgabenbereich des Arbeitgebers. Generell wird bei einer Zahl von weniger als 200 versicherten Arbeitnehmenden der Anschluss an eine Sammelstiftung empfohlen. Diese werden meist durch Versicherungen, Banken und Treuhandgesellschaften errichtet; in letzter Zeit sind auch neue Anbieter aufgetreten.

Seit Einführung der beruflichen Vorsorge in den 80er-Jahren haben sich die zentralen Grössen nicht geändert: 4% garantierter Zins und ein Rentenumwandlungssatz von 7.2% auf dem gesamten Kapital schienen "in Stein gemeisselt". Dies erstaunt in zweierlei Hinsicht: Einerseits, da der Gesetzgeber bei der Durchführung der zweiten Säule einen beträchtlichen Freiraum lässt. Andererseits, da die diesen Grössen zu Grunde liegenden Parameter (Lohnwachstum/Inflation, risikoloser Zinssatz/Investitionserträge, Lebenserwartung, Zunahme Invaliditätsrisiko) sich absehbar in eine Richtung entwickelten, die mit der Höhe der einst festgesetzten Werte nicht mehr übereinstimmte. In den Jahren des Wirtschaftbooms konnten die so entstandenen Lücken durch Anlageerträge ausgeglichen werden. Spätestens mit dem Einbruch des Finanzmarktes und einer andauernden, spürbaren Abkühlung der Wirtschaft war diese intransparente Ausgleichspraxis nicht mehr möglich. Die Deckungsprobleme einiger Vorsorgewerke gaben letztlich den Vorsorgeinstitutionen und Politikern den Anlass, die 2. Säule wieder der Realität anzunähern, den gesetzlichen Spielraum zu nutzen und die "fixen" Sätze deutlich zu reduzieren sowie neu jährlich anzupassen.

Damit rückte die berufliche Vorsorge abrupt ins Schaufenster von Politik, Presse und Stammtisch und viele wunderten sich über die Folgen: massive Kostenerhöhungen bei sinkenden Leistungen, plötzliche Kündigungen langandauernder Verträge, tiefere Zins- und Umwandlungssätze, Entkoppelungen von Risiko und Anlage, Unterscheidung zwischen Obligatorium und Überobligatorium, selektive Risikotarifierung, Anschlussverträge, Diskussionen um Transparenz sowie neue Anbieter und Lösungen. In der beruflichen Vorsorge ist plötzlich nichts mehr "einfach" und wenig wie es war: Was bedeutet dies für unser Vorsorgewerk? Gibt es Alternativen? Welches sind die entscheidenden Fragen?

In einer umfassenden Übersicht werden beispielhaft ausgesuchte Sammel- und Vorsorgestiftungen (Winterthur-Modell, Zürich Vita, Rentenanstalt BVG, Baloise BVG, Patria BVG, Transparenta und die PFS) nach einer klaren Struktur miteinander verglichen. Ein Begleittext erläutert die zentralen Änderungen sowie die Merkmale der verschiedenen Modelle. Dabei geht es weniger um richtig oder falsch. Der Text soll vielmehr Stiftungsräten und Arbeitgebern helfen, die wichtigen Fragen bei der Wahl einer passenden Sammelstiftung zu stellen, Antworten zu finden und den Entscheid bewusst treffen zu können. Selbstverständlich ist die Übersicht auch für Arbeitnehmende von Interesse. Im Anhang runden ein NZZ-Artikel zu den Systemen der Vorsorge in der 2. Säule, ein Glossar und hilfreiche Internet-Links die Dokumentation ab.


Übersicht über ausgesuchte Sammel- und Vorsorgestiftungen

Vergleichen Sie die wichtigsten Punkte wie Anlage der Vorsorgegelder, die Kosten
und Gebühren von verschiedenen Vorsorgestiftungen.
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Erläuterungen zu Sammelstiftungen

Die in der Tabelle verwendeten Merkmale kurz kommentiert und wesentliche
Entscheidungskriterien bei der Wahl einer Vorsorgeeinrichtung hervorgehoben.
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