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Löhne: Resultate 2006

> Lohnrechner 2006



Die Löhne in der Maschinenindustrie sind gemäss der neuesten Erhebung von Angestellte Schweiz, an der sich 2581 Mitarbeitende aus der ganzen Schweiz beteiligten, seit dem Jahr 1999 um durchschnittlich 11.1% gestiegen. Da in der gleichen Zeitspanne die Teuerung nur um 5.9% zunahm, bleibt ein Reallohn-Zuwachs von immerhin 5.2%. Das aktuelle monatliche Fixsalär der Branche beträgt nun 7577 Franken.

Bei den ausgewiesenen Gehältern handelt es sich um Brutto-Monatsgehälter ohne Anteil des 13. Monatslohnes (also 13 Mal pro Jahr ausbezahlt). Boni und andere variable Lohnanteile sind nicht enthalten.

Erstmals wurden die Gehälter von zwei aufeinanderfolgenden Jahren (2005 und 2006) erfasst und können nun direkt miteinander verglichen werden ( icon Gehälter 2005 und 2006).

Die vollständigen Resultate finden Sie in der Septemberausgabe der Mitgliederzeitschrift Apunto. Die Resultate können auch als separate Broschüre „Salärerhebung 2005 und 2006“ bestellt werden bei info@angstellte.ch


Gehalt nach Stellung im Unternehmen
Zurückzuführen ist dieser relativ hohe Durchschnittslohn unter den Mitgliedern von Angestellte Schweiz aus der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie einerseits darauf, dass dies trotz allem eine starke Branche geblieben ist, die viele gut dotierte Jobs anbietet.

Andererseits liegt dieses Ergebnis auch in der Struktur des Verbands begründet. Gut zwei Drittel der Angestellten, die sich an der Erhebung beteiligten, sind Fachspezialisten und Kaderleute. Sie verdienen mit durchschnittlich 9769 Franken im Monat (mittlere und höhere Kader), 8307 Franken (untere Kader) bzw. 7700 Franken (Spezialisten) deutlich mehr als die übrigen Mitarbeitenden, die im Schnitt 6231 Franken monatlich einstecken.



Gehalt nach Tätigkeit
Mit Abstand die höchsten Löhne erzielen Mitarbeitende aus Marketing+Verkauf, Informatik sowie Forschung+Entwicklung. Gerade in diesen drei Tätigkeitsfeldern arbeiten überdurchschnittlich viele gut qualifizierte Männer und Frauen, was die Spitzenstellung mindestens teilweise erklärt.



Gehalt nach Alterskategorie
Schon vor drei Jahren, bei der letzten Salärerhebung, gab es Anzeichen dafür, dass das Lohngefüge an seinen soziodemografischen Rändern zu bröckeln beginnt. Dieser Eindruck hat sich jetzt bestätigt. Bei der jüngsten Altersgruppe (bis 30 Jahre) stagnierten die Löhne nicht nur, sie bildeten sich in den letzten sechs Jahren sogar leicht zurück.

Offensichtlich werden die Saläre von jungen Menschen, die nach ihrer Ausbildung neu in den Arbeitsmarkt eintreten, gegenüber früher nach unten korrigiert. Vermehrt werden ja auch (Fach-) Hochschulabgänger vorerst nur als Praktikanten angestellt und entsprechend tief entlöhnt. Praktikantenlöhne sind in unserer Erhebung zwar nicht enthalten, doch wirken sie sich zweifellos auf die ersten Arbeitsverhältnisse als Festangestellte aus und helfen die geschilderte Situation zu erklären.



Unter den ältesten Mitarbeitenden (ab 56 Jahren) konnte sich über die Hälfte vom letzten auf das laufende Jahr hin lohnmässig überhaupt nicht verbessern oder musste sogar eine Lohneinbusse in Kauf nehmen. Und das Durchschnittseinkommen in der Vorpensioniertengruppe ist sogar unter dasjenige der nächst Jüngeren gefallen.

Gehalt nach Region
In der Stadt Zürich und in der Zentralschweiz werden weiterhin die höchsten Löhne bezahlt. Die westliche Deutschschweiz (Kantone Bern und Solothurn) sowie die Romandie haben die beiden letzten Plätze aus der letzten Umfrage abgetreten. Gerade in diesen Regionen haben sich in den letzten Jahren neue Firmen namentlich aus dem Elektronikbereich angesiedelt, die gute Jobs anbieten. Allerdings stammen nicht einmal zehn Prozent der Lohnangaben aus diesen Landesteilen.

Auf die letzten Ränge abgerutscht sind dafür die Nord-/Ostschweiz und die Nordwestschweiz, wo eher die traditionellen Unternehmen der Branche daheim sind und die Löhne kaum mehr wuchsen.

 

Gehalt nach Berufsausbildung
Interessanterweise haben sich die Löhne in der Maschinenbranche in den letzten sechs Jahren auch in anderer Hinsicht eher angeglichen, als dass sich Unterschiede vergrössert hätten. So wuchsen die Löhne der gut dotierten Jobs von (Fach-) Hochschulabsolventen weniger stark als diejenigen von Leuten mit einer Berufsausbildung. Ist dies bereits eine Reaktion des Arbeitsmarktes auf die Tatsache, dass es immer mehr Arbeitnehmer mit höherer Bildung gibt? Oder ein Zeichen dafür, dass Praktiker weiterhin begehrt sind?

Noch immer sind die Unterschiede aber sehr deutlich: je höher die Bildung, desto höher ist auch der Lohn. Allein schon eine Zusatzausbildung nach der Berufslehre bringt gut 1000 Franken zusätzlich pro Monat. Wer eine Fachhochschule absolviert hat, kann sogar mit gut 2000 Franken mehr rechnen. Und mit Hochschulabschluss kommen nochmals 500 Franken dazu. Bildung macht sich also im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt!


Anteil mit variablen Gehaltsbestandteilen
Alle bisherigen Angaben bezogen sich ausschliesslich auf das Basissalär. Die Detailanalyse zeigt, dass allein mit dieser einen Angabe die Einkommenssituation schon sehr genau beschrieben werden kann. Denn variable Lohnanteile und Vergünstigungen spielen in der Maschinenbranche eine völlig untergeordnete Rolle.

Nur 60% aller Mitarbeitenden kamen letztes Jahr überhaupt in den Genuss von zusätzlichen Entschädigungen. Sie machten im Durchschnitt nicht einmal 2% der Lohnsumme aus. Meist handelte es sich um leistungs- oder erfolgsabhängige Boni, Prämien etc., gelegentlich um bezahlte Überzeit. Nur in seltenen Fällen wurden hingegen Spesenpauschalen, Schichtzulagen oder Verkaufsprovisionen ausgerichtet.



Nicht alle Mitarbeitendengruppen profitieren gleichermassen von diesen zusätzlichen Entschädigungen. So erhalten nur 44% der Frauen, hingegen 62% der Männer variable Lohnanteile ausbezahlt. Einmal mehr hat dies mit der unterschiedlichen Stellung zu tun: während nur 48% der Mitarbeitenden ohne Führungsfunktion solche Entschädigungen erhalten, sind es unter den Spezialisten 60%, im unteren Kader 68% und im mittleren/oberen Kader sogar 75%.

Auch Vergünstigungen erhalten nur relativ kleine Minderheiten unter den Mitarbeitenden. Immerhin 15% besitzen mittlerweile Aktien oder Optionen „ihrer“ Firma. Ihr Anteil im Kader ist übrigens nicht wesentlich grösser als unter den Mitarbeitenden ohne Führungsfunktion.



Was für die Mitarbeitenden der Maschinenindustrie gilt, hat noch mehr Gültigkeit für diejenigen aus der Chemie- und Pharmabranche: die durchschnittlich 105‘000 Franken Basissalär, welche die 563 Personen verdienen, die sich an der Umfrage von Angestellte Schweiz in dieser Branche beteiligten, liegen klar über dem Schnitt der Schweizer Erwerbstätigen und 6.6% über dem Durchschnittslohn der Maschinenbranche. Allein vom letzten auf das laufende Jahr konnten die Mitarbeitenden ihren Lohn durchschnittlich um 1.7% verbessern.

Die Chemie- und Pharmabranche gehört traditionell zu den gut zahlenden Berufszweigen. Kommt hinzu, dass über drei Viertel der Umfrageteilnehmer in Grossunternehmen mit über 500 Mitarbeitenden beschäftigt sind, deren Löhne normalerweise über denjenigen von kleineren Firmen liegen. Zudem ist der Anteil der Kaderleute und Fachspezialisten mit 75% ausserordentlich hoch.

Bei den ausgewiesenen Gehältern handelt es sich um Brutto-Monatsgehälter ohne Anteil des 13. Monatslohnes (also 13 Mal pro Jahr ausbezahlt). Boni und andere variable Lohnanteile sind nicht enthalten.

Erstmals wurden die Gehälter von zwei aufeinanderfolgenden Jahren (2005 und 2006) erfasst und können nun direkt miteinander verglichen werden (icon Gehälter 2005 und 2006 ).

Die vollständigen Resultate finden Sie in der Septemberausgabe der Mitgliederzeitschrift Apunto. Die Resultate können auch als separate Broschüre „Salärerhebung 2005 und 2006“ bestellt werden bei info@angestellte.ch

Gehalt nach Berufsausbildung
Je höher die Bildung, desto höher ist auch der Lohn. Allein schon eine Zusatzausbildung nach der Berufslehre bringt fast 800 Franken zusätzlich pro Monat. Wer eine Fachhochschule absolviert hat, kann sogar mit gut 2000 Franken mehr rechnen. Und mit Hochschulabschluss kommen nochmals 800 Franken dazu. Bildung macht sich also im wahrsten Sinne des Wortes bezahlt!

 

Gehalt nach Stellung im Unternehmen
Fast 90% der Mitarbeitenden, die sich an der Umfrage beteiligten, arbeiten in den Bereichen Forschung+Entwicklung, Produktion, Marketing+Verkauf sowie Administration. Es fällt auf, dass der Durchschnittslohn in allen vier Bereichen bei mindestens 100‘000 Franken pro Jahr bzw. 7700 Franken monatlich bei 13 Monatslöhnen liegt.

Auch in dieser Branche gelten die obligaten Gesetzmässigkeiten: Kaderleute und Spezialisten verdienen mehr als Mitarbeitende ohne Führungs- und Spezialistenfunktion.


Anteil mit variablen Gehaltsbestandteilen
Angestellte in der Chemie- und Pharmabranche sind nicht nur lohnmässig vergleichsweise gut gestellt, sie profitieren auch von beachtlichen Zusatzleistungen ihrer Arbeitgeber. Der durchschnittliche variable Lohnanteil macht immerhin 5300 Franken jährlich oder 5% des Gesamteinkommens aus.

Ausgeschüttet werden diese Entschädigungen grösstenteils in Form von Prämien und Boni. In deren Genuss kommt die klare Mehrheit (70%) der Mitarbeitenden. Der Anteil fällt auch bei den Mitarbeitenden ohne Führungsfunktion nicht unter 61% und steigt bis zu 76% bei den mittleren und höheren Kadern und sogar 78% bei den unteren Kadern. Allerdings sind die Beträge, die ausbezahlt werden, je nach Stellung recht unterschiedlich.



Wesentlich weiter verbreitet als in anderen Branchen ist ausserdem der Besitz von Aktien oder Optionen des „eigenen“ Unternehmens, und zwar durch alle Hierarchien hindurch. Bei fast der Hälfte aller Mitarbeitenden übernimmt der Arbeitgeber zudem die Versicherungsprämie für Nicht-Betriebsunfall.

 


   
 
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